Homepage Dr. Helga Paschke - Vizepräsidentin im Landtag Sachsen-Anhalt Landtagswahlkreis 03 Havelberg-Osterburg

Aktuell

11. Februar 2012 - Kommunalpolitischer Frühschoppen

Rund 30 KommunalpolitikerInnen aus dem gesamten Landkreis kamen zu einem ersten "Kommunalpolitschen Frühschoppen" in Stendal zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, den Erhalt der Daseinsvorsorge unter schwierigen Rahmenbedingungen zu diskutieren und eine abgestimmte Strategie für die kommenden Wochen zu beraten. Wir haben am Einde der Veranstaltung eine Resolution mit unseren Prämissen und Forderungen beschlossen, die Sie hier nachlesen können.  

09. Februar 2012 - "Länderübergreifender" Wahlkreistermin in Havelberg

Gemeinsam mit meinem brandenburgischen Landtagskollegen Christian Görke machte ich mir zunächst in einem Gespräch mit dem Bürgermeister der Hansestadt Havelberg Bernd Poloski ein Bild über den aktuellen Vorbereitungsstand der Bundesgartenschau im Jahre 2015. Plastisch wurden die theoretischen Ausführungen dann bei einem kleiner Winterspaziergang über das angedachte BUGA-Areal. Vom erhabenen Dombezirk zeigte uns die zuständige Amtsleiterin Petra Jonschkowski den künftigen "Empfangsbereich" im Süden der Stadt und die Stadtkirche, die zusammen das Ausstellungsgelände bilden. Sie erläuterte zugleich die erforderlichen und geplanten Investitionen. Noch im Frühjahr wollen wir im Duett uns das BUGA-Areal im Wahlkreis meines Kollegen, dem brandenburger Havelland ansehen.

Im Anschluss besuchten wir den Verein "denkMal und Leben", der sich dem Erhalt bewahrenswerter Bausubstanz in Havelberg verschrieben hat. Durch viel ehrenamtliches Engagement unter Einbeziehung von BürgerarbeiterInnen wird derzeit das Fachwerkhaus "Domkurie 8" denkmalgerecht saniert. Die Leiterin des Vereins Ute Schröter zeigte uns den aktuellen Baufortschritt, der bereits die spätere multifunktionelle Nutzung erahnen lässt.

Der gemeinsame Wahlkreistag klang mit einem Besuch des Klietzer Neujahrsempfang aus.

09. Februar 2012 - Besuch der Johanniter-Unfallhilfe in Osterburg

Die Landesregierung plant in diesem Jahr die Novellierung des Rettungsdienstgesetzes. Um mir, die  in unserer Landtagsfraktion für dieses Thema zuständige Fachpolitikerin, ein genaues Bild machen zu können, besuchte ich heute die Rettungswache in Osterburg. Davor war ich im Herbst des letzten Jahres bereits in den Rettungswachen der Johanniter-Unfallhilfe (JUH) in Seehausen und Stendal sowie der Leiststelle des Landkreises Stendal.

Wieder einmal mehr konnte ich mich von der engagierten und qualifizierten Arbeit der Rettungsassistenen und -sanitäter überzeugen und mir in den Gesprächen Anregungen für den parlamentarischen Prozess zur Überarbeitung des Rettungsdienstgesetzes holen. Die Ausstattung der Osterburger Wache entspricht akuell komplett den Erfordernissen und wurde sukzessive in der Vergangenheit angepasst. Zuletzt wurde im Herbst 2011 der Fahrzeugpark erneuert.

06. Februar 2012 - Ein Tag ganz im Zeichen ehrenamtlicher Arbeit

Der heutige Tag stand wieder einmal mehr im Zeichen des Ehrenamtes. Am Vormittag besuchte ich eine Einrichtung für die Tagespflege von an Demenz erkrankten Menschen im Bismarker Ortsteil Kläden. Seit mittlerweile drei Jahren werden hier von der Leiterin der Einrichtung, Frau Wernicke, einer weiteren Fachangestellten und sechs ehrenamtlichen Mitarbeitern ältere Mitmenschen liebevoll betreut.

Der Nachmittag gehörte den Gartenfreunden des gleichnamigen Stendaler Kreisverbandes. Bereits im vergangenen Jahr war ich bei ihnen auf Stippvisite. Die Probleme sind die gleichen. Sinkende Mitgliederzahlen, daraus folgend leerstehende Parzellen und Rückbaukosten, weil diese von den Vorpächtern nicht wieder in ihren Ursprungszustand versetzt werden. Für die aktuell drohende GEZ-Gebührenpflicht für Lauben, die 24m² überschreiten konnte ich nach der Diskussion des „Medienrechtsänderungsgesetzes“ im Dezember des letzten Jahres im Landtag zunächst Entwarnung geben. Neu war für mich, das die Kleingartenvereine in Bismark und Tangerhütte "Kindergarten-Gärten" angelegt haben. Eine tolle nachahmenswerte Sache, werden doch so die Kleinen ständig mit frischem Obst und Gemüse versorgt.

30. Januar 2012 - In Sorge um Zustand der Demokratie

Auf einem Arbeitstreffen im Deutschen Bundestag äußerten sich die Vizepräsidentin des Bundestages Petra Pau sowie Vizepräsidentinnen und -präsideten der Partei DIE LINKE in Landtagen besorgt über den aktuellen Zustand der Demokratie in Deutschland.

Wir erklärten:

"Wir erleben Entwicklungen, die uns mit demokratischer Sorge erfüllen. EU-Kommissare sollen frei gewählte Parlamente ersetzen; die Politik unterwirft sich einem Finanzmarkt-Diktat; Oppositionsparteien werden geheimdienstlich überwacht; Bürgerinnen und Bürger werden durch den Abbau von Datenschutz wie potentielle Kriminelle behandelt. Eine wissenschaftliche Langzeitstudie über 'Deutsche Zustände' diagnostiziert: Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nimmt zu. Als Ursache benennen die Forscherinnen und Forscher um Prof. Dr. Heitmeyer: Das Soziale wird ökonomisiert. Die wird Demokratie entleert. Die Solidarität schwindet. Das alles spielt Rechtsextremisten und Verfassungsfeinden in die Hände. Wir empfehlen dem nächsten Deutschen Bundestag eine Enquete-Kommission zur 'Revitalisierung der Demokratie' einzusetzen."

Berlin, 30. Januar 2012

27.01.2012 - Gedenktag für die Opfer des Faschismus

Anlässlich des bundesweiten Gedenktages gedachten VertreterInnen des Landtages den unzähligen Opfern des Nationalsozialismus. Am Gedenkstein der ermordeten Sinti und Roma in Magdeburg legten Regierungsmitglieder und Abgeordnete Kränze zum Gedenken nieder. In der anschließenden Gedenkstunde im Landtag sprach Buddy Elias, der letzen überlebende Verwandte von Anne Frank, bewegende Worte.

11. Januar 2012 - Reise nach Israel und Palästina (Tag 7)

Die soziale Protestbewegung in Israel im vergangenen Sommer hat auch in den deutschen Medien Wellen geschlagen. Am Tag vor unserer Abreise hatten wir Gelegenheit, mit Vertretern dieser Bewegung, die aus sehr unterschiedlichen Schichten der israelischen Bevölkerung kamen, zu reden. Wenn man diese jungen Leute erlebt, ist einem nicht bange um das zivilgesellschaftliche Engagement für die Stärkung der Demokratie in Israel. Am Nachmittag stand dann ein Besuch in einem Frauenzentrum im Süden Tel Avivs auf dem Programm. Shula leitet diesen Treff in einem der sozialen Brennpunkte seit fast 20 Jahren. Beim abendlichen Abschlussempfang der Delegation konnten wir eine Reihe von Gesprächen der letzten Tage fortgesetzten und neue Kontakte knüpfen. Dank an die RLS-Büros in Ramallah und Tel Aviv für die tolle Vorbereitung unserer Reise! Es war eine richtige Entscheidung.

10. Januar 2012 - Reise nach Israel und Palästina (Tag 6)

An unserem letzten Tag in Palästina hatten wir Gelegenheit, mit Mitgliedern der palästinensischen Delegation zu den Friedensverhandlungen sowie dem Generalsekretär der PLO, Abed Rabbo, zu sprechen. Auch wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt Zweifel am Erfolg der Verhandlungen in Jordanien bestehen, wurde dennoch klargestellt, dass es zu Verhandlungen keine Alternative gibt. Erwartungen gab es aber mit Blick auf die internationale Unterstützung. Dabei wurde die Idee einer Europäischen Friedenskonferenz geboren - ein Auftrag auch an uns. Über zwei Check Points ging es dann zu unserer letzten Station: Tel Aviv. Mit Naomi Chazan, der Präsidentin des New Israel Fund, lernen wir eine engagierte Streiterin für Demokratie in Israel kennen. Der Chadasch-Abgeordnete Dov Khenin informiert uns über Ziele der Bewegung "A City for all" und beim Abendessen hatten wir Gelegenheit, mit weiteren, vor allem jungen Mitstreitern zu reden. Abschluss dieses Abends war ein Delegationsmeeting, auf dem wir den Erfolg unserer Reise festgestellt und zugleich Arbeitsaufträge verteilt haben

09. Januar 2012 - Reise nach Israel und Palästina (Tag 5)
c/o Dagmar Enkelmann

Das Bewegendste heute war ohne Zweifel der Besuch in Yad Vaschem. Die Fakten und Daten sind bekannt, in dieser Gedenkstätte des Völkermords an den Juden aber bekommen die Opfer ein Gesicht. Es sind vor allem die Berichte von Zeitzeugen und die Filmdokumente aus den Ghettos und Konzentrationslagern, die sehr nahe gehen. Wir haben dort als Delegation einen Kranz mit der Aufschrift "Nein zu Rassismus und Antisemitismus. DIE LINKE" niedergelegt. Im "Tal der Gemeinden" wird auf wird auf Steinwänden der über 5.000 jüdischen Gemeiden gedacht, die während der Shoa vernichtet wurden. An der Tafel für die sachsen-anhaltischen Gemeinden Dessau, Wittenberg, Halle; Zerbst, Mühlhausen und Köthen habe ich Blumen niedergelegt.

Am Vormittag haben wir zahlreiche Gespräche mit Knessetabgeordneten verschiedener Parteien geführt und hatten eine Begegnung mit dem stellvertretenden Außenminister. Viel Übereinstimmung gab es mit Chadasch, Meretz und Kadima, mit der Siedlerpartei Jisrael Beiteinu dagegen herzlich wenig. Dennoch war wichtig, sich die unterschiedlichen Sichtweisen anzuhören. Durch unsere vorangegangenen Termine konnten wir unsere Fragen auch sehr zugespitzt stellen, beispielsweise nach der Verantwortung Israels für die Lebensbedingungen und die Menschenrechte der Palästinenser, Möglichkeiten des Friedensprozesses, Bedingungen und vertrauensbildende Maßnahmen, aber auch Grenzen, Folgen der Intifada und terroristischer Gewaltakte von beiden Seiten.

08. Januar 2012 - Reise nach Israel und Palästina (Tag 4)

Dieser Sonntag war für uns ein Tag wichtiger und interessanter Gespräche. Das Büro der Rosa Luxemburg Stiftung hat die Logistik gestellt - dafür herzlichen Dank. Die Themen waren sehr vielfältig - es ging u.a. um den Sinn von Projekten der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit in einem besetzten Land und Bedingungen ihrer Realisierung, um das Für und Wider der Boykottkampagne gegen israelische Unternehmen, die Ursachen und Folgen einer gespaltenen Linken in Palästina sowie das Verhältnis der Linken Palästinas zur Linken in Israel. Nicht immer waren sich Delegation und Gesprächspartner einig, zum Beispiel in Bezug auf die Boykottkampagne und Formen des Widerstands gegen die israelische Besatzung, in einem allerdings schon: Gemeinsam wollen wir ein Ende der Besatzung und Bedingungen für ein friedliches Zusammenleben der Völker im Nahen Osten.

07. Januar 2012 - Reise nach Israel und Palästina (Tag 3)

Hatten wir schon in Jerusalem einen Eindruck von Konflikten im Zusammenleben von Israelis und Palästinensern bekommen, sollten wir heute in der Westbank noch ganz andere Erfahrungen sammeln. In der so genannten C-Area, die in Oslo ausgehandelt wurde und die weite Teile der Westbank ausmacht, haben die israelischen Besatzer das Sagen. Wir haben mit Beduinen gesprochen, deren Zelte von israelischem Militär abgerissen wurden und deren Grundschule mit einer Abrissverfügung bedroht ist. Und die geteilte Altstadt von Hebron wird wohl für alle als Alptraum zurückbleiben. Die Begegnung mit einer militärischen Patrouille, die mit ihren Maschinengewehren durch die belebten Gassen Macht demonstrierte, die Waffen eben auch mal auf Passanten richtete, jagt mir jetzt noch eine Gänsehaut über den Rücken.

06. Januar 2012 - Reise nach Israel und Palästina (Tag 2)
c/o Dagmar Enkelmann

Es war eine sehr politische Führung durch Jerusalem, die wir an unserem zweiten Reisetag erlebt haben. Über israelischen Siedlungsbau zu lesen, ist eben etwas anderes, als die Wohngebiete inmitten palästinensisch angestammter Besiedlungen zu sehen. Bedrückend war der Blick auf die Mauer, die um Jerusalem gezogen nicht nur Israelis und Palästinenser trennt, sondern auch Palästinenser voneinander. Tief betroffen haben wir die Armut und die katastrophalen Lebensbedingungen in den ehemaligen palästinensischen Flüchtlingslagern zur Kenntnis genommen. Berichte darüber, z.B. durch die Israelisch-Palästinensische Radiostation "all for Peace", die wir heute ebenfalls besucht haben, sollen durch Beschneidung der Pressefreiheit unterbunden werden. Am Abend gab es dann noch eine Diskussion über die Arbeit der beiden RLS-Büros, auch über linke Politik im und zum Nahen Osten.

05. Januar 2012 - Reise nach Israel und Palästina (Tag 1)

Auf Beschluss der Fraktionsvorsitzendenkonferenz machten sich am 5. Januar 2012 Bundes- und LandespolitikerInnen gemeinsam mit Vertretern der Rosa Luxemburg Stiftung auf den Weg nach Israel. Für die meisten war es die erste Reise in dieses Land. Dennoch waren wir gut vorbereitet - dank Materialien der Stiftung, des Auswärtigen Amtes, Literaturhinweisen von Wolfgang Gehrcke sowie Gesprächen mit Vertretern der Israelischen Botschaft, Journalisten und natürlich einschlägiger Reiseliteratur. Die ersten Tage sind wir im Gästehaus Beit Shmuel in Jerusalem untergebracht, einem Zentrum für gelebten kulturvollen Umgang mit unterschiedlichen Religionen. Erster Termin war ein Briefing durch den deutschen Botschafter in Israel, Herrn Andreas Michaelis, und den Geschäftsführer des Vertretungsbüros in Ramallah, Herrn Christian Jetzlsperger - mit interessanten Diskussionen um die Chancen des Friedensprozesses und die Rolle deutscher Politik, die Auswirkungen des völkerrechtswidrigen Siedlungsbaus, die Entwicklung der Beziehungen zu den arabischen Nachbarn und anderes mehr.